Selbstmanagement: Mit Eigenverantwortung zum Erfolg

SelbstmanagementArbeit und Leistung stehen für viele Menschen im Zentrum ihres Lebens. Eine sinnerfüllte und erfolgreiche Arbeit trägt zum Wohlbefinden bei. Doch die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt führen zu  immer größeren Belastungen. Mehr und mehr Arbeitstätige spüren, dass sie den  enormen Druck und den eigenen Leistungsansprüchen nicht dauerhaft auf diesem Niveau halten bzw. aushalten können. Dadurch geraten insbesondere Leistungsträger häufiger an ihre körperlichen und psychischen Grenzen. Die permanenten Veränderungen, Neuanforderungen, steigender Zeit- und Termindruck, ständige Erreichbarkeit, „offene“ Arbeitszeiten und die zunehmende Unvereinbarkeit zwischen Beruf und Privatleben fordern uns täglich.

Neben diesen äußeren Belastungsfaktoren tragen auch persönliche Einstellungen und Verhaltensweisen zur Überforderung bei. Dazu zählen beispielsweise hohe Ideale, die Bereitschaft zur Verausgabung, Selbstausbeutung, Perfektionismus, das Streben sich zu beweisen und die Missachtung der eigenen Grenzen. Selbstmanagement und die Pflege des eigenen Energiehaushaltes haben wir weder in der Schule, noch im Studium, noch bei unseren bisherigen Arbeitgebern gelernt. In der Vergangenheit hat unser natürliches Selbstverständnis ausgereicht, um im Arbeitsalltag klarzukommen, doch durch die neue Komplexität sind zusätzliche Anforderungen entstanden. Damit wir mit dieser veränderten Situation angemessen umgehen zu können, benötigen wir gezielte Werkzeuge und ein bewusstes Management unserer eigenen Person.

Wer heute gesund bleiben will, muss sich selbst gut kennen und steuern können. Ein gutes Verständnis vom Zusammenspiel der inneren Ressourcen ist ebenso wichtig wie das Wissen und Erkennen, um die eigenen Grenzen. Es ist essentiell zu erkennen, wann viel einfach zu viel ist. In diesem Bereich sind wir für uns selbst verantwortlich, diese Eigenverantwortung ist nicht delegierbar. Wir sind gefordert, nicht nur aufgrund einer 7/24 Erreichbarkeit, uns selbst zu führen und Eigenmanagement zu betreiben. Den 9 to 5-Job mit Stechuhr, festgelegter Mittagspause und Hauspost gibt es schon lange nicht mehr. Das bedeutet, sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Die wenigsten von uns sind mit der persönlicher Reflexion und Innenschau betraut. Sie werden von Terminen, die sie sich selbst und andere auferlegt haben, wie Schafe getrieben. Unsere Empfindungen zu erkennen und auch Kund zu tun, ist für uns fremd. Doch um adäquat und erfolgreich handeln zu können, die psychische und seelische Gesundheit bei sich selbst sicher zu stellen, ist es notwendig sich mit Grenzsituationen in einem entspannten Zustand auseinander zu setzen. Nur so können die notwendigen Ressourcen identifiziert, Grenzen rechtzeitig erkannt und im Ernstfall aktiviert werden.

Es gilt die Regie für das eigene Leben zu übernehmen und Antworten auf folgende Fragen zu finden:

  • Wo liegen Ihre eigenen Belastungsgrenzen?
  • Wie können Sie erfolgreich mit hohen Ansprüchen an sich selbst umgehen?
  • Wie schaffen Sie Freiraum für ihr Leben und Ihir Bedürfnisse?
  • Wie gelingt es Ihnen emotional ausgeglichen zu sein?
  • Was können Sie in belastenden Momenten tun, damit es Ihnen unmittelbar wieder besser geht?

Erfolgreiche Menschen sind gute Selbstmanager. Sie gehen planvoll mit ihren Potenzialen und Ressourcen um und betreiben so gezielt „Lebensqualität-Versicherung“. Bauen Sie Kompetenz für ihre eigene Lebensgestaltung auf. Gerne unterstützen wir Sie auf individueller Ebene oder auch im Team Antworten auf diese Fragen zu finden. www.talentculturecrew.net bzw. http://www.talentculturecrew.de/inhalt-Sie_sehnen_sich_nach_einem_Rahmen_im_Arbeitsalltag_der_Sie_konstruktiv_und_energiegeladen_taetig_sein_laesst-42-0.html

Verlust von Lebensqualität – Studie „Stressmanagement und Burnout-Prävention“

Burnout und stressbedingte Erkrankungen sind seit dem Jahr 2000 massiv auf dem Vormarsch. Dies bedeutet für die Betroffenen erhebliche Einschränkungen von Gesundheit und Lebensqualität. Die Folgen reichen bis hin zu Depression und Suizid. Inzwischen ist das Thema ein massiver Wirtschaftsfaktor.

Aufgrund der Tragweite des Themas „Burnout“ hat Talent Culture Crew in Zusammenarbeit mit einer studentischen Projektgruppe des Fachbereichs Wirtschaftspsychologie der Hochschule Fresenius München eine Studie zum Thema „Stressmanagement & Burnout-Prävention“ zu Beginn des Jahres 2012 durchgeführt.

Die repräsentative Studie liefert Antworten über das individuelle Erleben von Stress am Arbeitsplatz anhand folgender Themenfelder:
* Wie häufig fühlen sich Mitarbeiter innerhalb einer Arbeitswoche gestresst?
* Was sind die stresserzeugenden Faktoren am Arbeitsplatz?
* Wie haben sich die als belastend erlebten Faktoren in den letzten 5 Jahren verändert?
* Welche Auswirkungen haben die Belastungsfaktoren auf der körperlichen Ebene?
* Mit welchen Maßnahmen versuchen Arbeitnehmer von sich aus gegenzulenken?
* Welche unterstützenden Angebote erwarten sie von ihrem Arbeitgeber zum Abbau von Stress und zur Erhaltung ihrer Arbeitsfähigkeit?

Die Darstellung der zentralen Ergebnisse finden Sie unter http://www.talentculturecrew.de/ftp/pdf/Pressemitteilung_September_2012.pdf . Gerne stellen wir auf Wunsch auch die detaillierten Ergebnisse sowie Handlungsempfehlungen zur Verfügung. Kontakt: http://www.talentculturecrew.net

Digitale Sommerdiät – Erholung von der täglichen Online- Dosis

Digitale Demenz zeigt sich bereits bei jungen Erwachsenen. Ärzte in Südkorea haben vermehrte Gedächtnisstörungen, verbunden mit emotionaler Abstumpfung – hervorgerufen durch exzessive digitale Mediennutzung diagnostiziert.

Der digitale Dauerbeschuss, dem bereits auch schon Kinder ausgesetzt sind, führt damit zu ersten nachweisbaren medizinisch-psychologischen Verhaltens- und Erlebensänderungen. So erhalten bereits Teenager im Durchschnitt pro Monat 3.417 Textnachrichten. Der Spiegel spricht in seiner Juli-Ausgabe (27/12) von einer „Versklavung“ durch Handy‘s und Smartphones und einer permanenten kognitiven Überforderung des menschlichen Gehirns. Für Wissenschaftler auf dem Gebiet ist das Smartphone das „Sklavenhalsband des 21. Jahrhunderts“. Es stellt sich daher die Frage: „Müssen wir wirklich 24/7 erreichbar sein? Ist es erforderlich noch kurz vor dem Schlafengehen E-Mails zu checken?“

Immer mehr Menschen treibt das Tempo und die permanente Gleichzeitigkeit der Ereignisse zur totalen Erschöpfung. Durch das Nicht-setzen von Grenzen tragen insbesondere nach Perfektion strebende Arbeitende dazu bei in die „Falle“ der Überforderung zu tappen. Kommunikation ist wichtig, doch wie wir Sie nutzen, sollten wir noch selbst entscheiden.

Nutzen Sie die Urlaubszeit für eine digitale Sommerdiät, beginnen Sie wieder bewusst die Natur und die Menschen um Sie herum wahrzunehmen und wertzuschätzen. Was wirklich wichtig ist, wird Ihnen sicher anderweitig zugetragen. Beugen Sie so Ihrer eigenen möglichen digitalen Demenz vor. Genießen Sie Ihre wiedergewonnene Freiheit!

Arbeiten bis die Schwester kommt oder ist Rettung doch möglich?

Rettung Die Einsicht im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements Änderungen an den Arbeitsbedingungen vorzunehmen scheint aufzukeimen.  Der Druck auf die Unternehmen für ein anderes Miteinander und einen anderen Umgang mit Mitarbeitern nimmt zu, denn mit Salattheke und Arbeitsschutz ist es schon lange nicht mehr getan!

„Bereits heute scheiden rund 28 Prozent der Erwerbstätigen aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig aus dem Berufsleben aus. Doch mit besseren, stressfreien Arbeitsbedingungen und einem gezielten betrieblichen Gesundheitsmanagement können Unternehmen die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter verbessern. Die große Mehrheit (80 Prozent) der deutschen Firmen erkennt die Notwendigkeit eines betrieblichen Gesundheitsmanagements, doch nur gut ein Drittel von ihnen (36 Prozent) setzt es tatsächlich um“. Mehr unter http://www.rolandberger.com/media/pdf/Roland_Berger_tac_Occupational_health_20120124.pdf

Selbstmanagement durch Selbstführung

Mit bewusstem Selbstmanagement zur erfolgreichen Teamführung

Die wertschätzende, achtsame und respektvolle Führung von Menschen gewinnt vor dem Hintergrund der zunehmenden Arbeitsbelastung sowie des steigenden Mangels an qualifizierten und kompetenten Mitarbeitern mehr und mehr an Bedeutung. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, ist zunächst die Entwicklung eines wertvollen und kontinuierlichen Dialogs mit sich selbst erforderlich. Nur wer gut mit sich selbst verbunden ist, seinen inneren Zustand und seine Befindlichkeiten kennt; ist auch in der Lage seine Führungsrolle verantwortungsvoll wahrzunehmen.

Erst das erfolgreiche Selbstmanagement durch gezielte Selbstführung ermöglicht es authentische zwischenmenschliche Beziehungen zu den eigenen Mitarbeitern, zum Team überhaupt auf- und auszubauen. Dafür ist es notwendig sich selbst bewusst zu sein, wie man gerade „unterwegs“ ist und mit welchen „Werkzeugen“ sich  die eigenen Emotionen und Belastungen steuern lassen. Es gilt dabei auch zu erkennen, wo die persönlichen Grenzen, aber auch die eigenen „Kraftspender“ liegen, um wieder in Einklang mit sich zu kommen. Dieser Zugang zur eigenen Person ermöglicht erst den wertschätzenden, achtsamen und respektvollen Umgang mit Mitarbeitern und Mitgliedern in einem Projektteam.

Denn neben dem eigenen Partner ist der Vorgesetzte die wichtigste Person für die seelische Gesundheit eines Menschen. Unsere Zukunft wird u.a. von der Qualität unseres Miteinanders bestimmt, die einen erheblichen Einfluss auf unsere Leistungskraft und  auch auf die Verbundenheit zu einer Organisation hat. Die Entscheidung für die Übernahmen einer Aufgabe sowie die Dauer der Zugehörigkeit zu einer Organisation und das Engagement, letztlich das Ergebnis der Arbeit, hängen davon ab.

Mehr zum Thema mit Angeboten und „Werkzeugen“ demnächst unter  www.talentculturecrew.net

Schöne neue Arbeitswelt

Immer beunruhigender sind die Entwicklungen in der Arbeitswelt, wie mit Menschen verfahren wird und an welcher Art von computerisierten „Katzentischen“ Mitarbeiter arbeiten sollen. So wird im aktuellen Dokumentarfilm von Carmen Losmann „Work Hard – Play Hard“ deutlich, wie das „Humankapital“, insbesondere in großen Unternehmen, als ein um „Meetingpoints“ zirkulierendes, unaufhörlich kommunizierendes Heer agiert. Erreichbarkeit und Verfügbarkeit im 7/24 Rhythmus inklusive. Der Spiegel beschreibt in seiner Ausgabe 6/12 das von IBM angedachte Arbeitsmodell „Liquid“ der Zukunft http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83865244.html. So plant der Software-Konzern das Unternehmen nur noch mit einer kleinen Kernbelegschaft zu führen, alle anderen notwendigen „Human-ressourcen“ befinden sich in virtuellen „Clouds“; so soll es eine Art „Ebay für Arbeitskräfte“ entstehen. Je nach Aufgabenstellung und erforderlichem Anforderungsprofil können sich „Freelancer“ auf der ganzen Welt auf Projekte bewerben. Nach Abschluss der erbrachten Arbeit werden diese mit Gold, Silber oder Bronze bewertet. Stellt sich die Frage, ob wir solche Vorgehensweisen mit der eigenen Arbeitskraft, die die völlige Selbstaufgabe und den Verzicht von Werten voraussetzt, unterstützen wollen?

Inzwischen haben wir uns ein System geschaffen, dass gegen uns selbst arbeitet und immer mehr Menschen körperlich, psychisch und seelisch an ihre Grenzen bringt. Wir sind am Ende des parasitären Wachstums angelangt. Wie wäre es statt dessen mit einem organischen, symbiotischen Wachstum, dass die Kombination der persönlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen eines Menschen sowie die Themenfelder berücksichtigt, an denen ein Mitarbeiter gerne auch arbeiten möchte? Es gibt jede Menge Probleme für die wir Lösungen mit neuen Denk- und Heran-gehensweisen benötigen. Diese können nur in interdisziplinär querdenkenden Teams gelöst werden. Dabei gilt es die individuelle Gabe eines Menschen zu ermitteln, zu integrieren und einen wertschätzenden, achtsamen Umgang zu etablieren, in einer Arbeitsatmosphäre, in der auch die Seele ihren Platz findet.

Innere Stärke und Widerstandskraft

Teil 3 Persönlicher Rettungsschirm – Faktoren 5-7

5. Selbstregulierung – bezieht sich darauf, sich selbst hinsichtlich unterschiedlicher Befindlichkeiten zu steuern, bewusst regulieren zu können. Meint aber auch sich selbst aus dem „Sumpf zu ziehen“ und die Opferrolle zu verlassen. Wie sehr und wie lange jemand unter den Gegebenheit leidet und mit dem Schicksal hadert, liegt an der Person selbst. Es geht darum Ratlosigkeit, Hilflosigkeit und Beschuldigungen hinter sich zu lassen und wieder in die Handlungsfähigkeit zu kommen; aktiv zum Gestalter der eigenen Zukunft zu werden.

6. Verantwortung – zielt auf die Eigenverantwortung für sich selbst und das eigene Tun ab. Dabei darf der Eigenanteil an dem, was sich ereignet hat nicht geleugnet werden. Nur wer Verantwortung für sein eigenes Handeln übernimmt, kommt aus dem Kreislauf der Schuldzuweisungen und Schuldgefühle heraus. Dazu gehört das Bewusstsein, dass man den eigenen Lebensweg beeinflussen und lenken kann. Ansonsten beraubt man sich der Möglichkeit „selbst auf die Beine zu kommen“. Das bedeutet „Step by Step“ Kräfte zu sammeln, die eigenen Ressourcen zu aktivieren, um die Situation Schritt für Schritt im eigenen Sinne zu verändern und Pro-aktiver Gestalter des eigenen Lebens zu werden.

7. Zukunft – ist ausgerichtet auf die Ausgestaltung, die Form sowie die Rahmenbedingungen des angestrebten Ziels, den Zustand den man gerne erreichen möchte. Dazu gehört eine möglichst genaue Vorstellung von dem zu erlangen, was man zukünftig tun oder sein möchte. Dabei geht es nicht darum „Luftschlösser“ zu bauen, sondern auf die Machbarkeit des angestrebten Ziels zu achten. Für sich zu klären, ob man die entsprechenden Fähigkeiten und Mittel dafür besitzt und die erforderlichen Voraussetzungen dafür mitbringt. Zu klären, was im eigenen Handlungsspiel-Raum liegt und wo man das Wissen, die Informationen von Anderen benötigt. Abschließend für sich zu klären, ob einem das Ziel wirklich am Herzen liegt und sich der Einsatz dafür lohnt.

Jeder der 7 Faktoren sollte bei jedem Menschen vorhanden sein. Doch je nach Herausforderung wie z.B. extremer berufliche Belastung, Verdrängung von Ereignissen, Resignation, blindem Aktionismus, Verunsicherung durch Veränderung ist ein oder sind mehrere dieser „Schutzfaktoren“ erforderlich, um die Herausforderung erfolgreich zu meistern. Zudem gilt es zu klären, wie stark die einzelnen Faktoren in einer Person bereits vorhanden, ausgeprägt und verankert sind. Eine zielgerichtete Anamnese auf der Basis eines narrativen Interviews mit dem Klienten gibt hierüber Aufschluss und Informationen für die erforderliche Verankerung der genannten „Schutzfaktoren“ zum Aufbau Innerer Stärke und Widerstandkraft.

Es liegt in der Natur des Menschen, schwierige Situationen im Leben zu meistern und ihnen nicht ausgeliefert zu sein. Situationen und Ereignisse zu verstehen und Sinnhaftigkeit in dem zu erfahren, was wir tun. Wer bereits Unvorhergesehenes und besondere Belastungen im Leben erfolgreich bestanden hat, wird festgestellt haben, dass damit eine Weiterentwicklung und persönliches Wachstum stattgefunden hat. Die Persönlichkeit erhält eine neue Form der Stabilität.

Innere Stärke und Widerstandskraft

Teil 2

Diese Innere Stärke kann entwickelt und ausgebaut werden. In Abhängigkeit von Erfahrungen und bewältigten Ereignissen verändert sie sich auch im Laufe des Lebens. Der Grad der Ausprägung ist beeinflusst durch unsere Erziehung, Bildung, Familie und sozialen Netze. Dem Geheimnis der Inneren Stärke und Widerstandskraft liegt die Erkenntnis zugrunde, dass nicht die Situation die individuellen Gefühle bestimmt, sondern die individuelle Sichtweise die Gedanken und damit unsere Gefühle formt. Dies läßt deutlich werden, dass jeder Mensch für seine eigenen Gefühle verantwortlich ist und nicht die Situation. Damit kann jeder Einfluss auf sein Erleben nehmen und dies auch in „schwierigem Fahrwasser“ steuern. Was sind nun diese 7 Faktoren, aus denen unser persönlicher „Rettungsschirm“ besteht?

  1. Optimismus – ist die Grundlage für ein gutes und stabiles Lebensgefühl. Er sichert die Handlungsfähigkeit und sorgt dafür alternative Wege zu finden, wenn etwas nicht funktioniert. Damit ist nicht gemeint im „Wolkenkuckucksheim“ alles durch die rosa Brille zu betrachten, sondern mit Machbarkeit realistisch auf das zu blicken, was möglich ist und auch neue Perspektiven für sich zu entwickeln.
  2. Akzeptanz – die Dinge so zu sehen, wie sie sind. Nichts zu negieren, zu verdrängen, zu leugnen oder unendlich lange damit zu hadern. Das bedeutet zunächst sich selbst gegenüber die Situation  offen einzugestehen, um dann das Geschehene wertfrei zu akzeptieren und über diese wertfreie Akzeptanz eine neue innere Toleranz zuzulassen. Damit wird es möglich ohne Wut und Hass über das Ereignis zu sprechen. Denn wer nicht bereit ist Vergangenes loszulassen, kann nichts Neues beginnen.
  3. Lösungsorientierung – bedeutet Mut zum ersten Schritt der Veränderung. Sie setzt einen bewussten Entschluss sowie klare Zielvorstellungen an den Anfang. Aus dem Ziel entsteht der Weg dorthin. Der Blick und das Tun sind auf die Aufgaben und auf ein erreichbares Ergebnis gerichtet. Dadurch werden Ressourcen freigesetzt und mobilisiert. Eine spannende Sichtweise dazu liefern die Modeschöpfer Dolce und Gabbana: „Wenn wir designen, dann ist es wie ein Film. Wir denken uns eine Geschichte aus und  entwerfen dazu die passenden Kleider“. Kraftvolle Gedanken und ein detailliertes „ausmalen“ und „erspüren“ des Ergebnisses unterstützen die Lösungsorientierung.
  4. Netzwerkkompetenz – meint die Verbindung zu wohlwollenden und unterstützenden Menschen. Soziale Netze vermitteln einem  gerade in schwierigen Phasen der Veränderung, Belastung und Umbrüchen das Gefühl eine festen Platz im Leben zu haben und dazu zu gehören (vgl. Gruhl, M., 2010. Die Strategie der Stehauf-Menschen. Freiburg:  Kreuz Verlag). Dabei kommt es nicht auf die Größe des Netzwerkes an, sondern auf die Qualität. Gute Freunde darf man ruhig einmal belasten und um Unterstützung bitten. Gerade in schwierigen Situationen müssen wir keine Helden sein.

Innere Stärke und Widerstandskraft

Teil 1

Eine unsichere und offene Zukunft, in der sich der Rahmen und die Strukturen, die uns in der Vergangenheit Orientierung gegeben haben auflösen, fordert uns täglich aufs Neue heraus. Sich verändernde Familienverhältnisse, verlagerte, outgesourcte, umstrukturierte und ausoptimiert Arbeitsprozesse belasten uns in einer bisher unbekannten Form. Unser Denken, Fühlen, Erleben und Handeln befinden sich nicht mehr im Einklang. Der Schlüssel, um sich in einer massiv verändernden Welt zurecht zu finden ist die Kompetenz unserer  Innere Stärke und Widerstandskraft im Umgang mit diesen Herausforderungen und Veränderungen. Sie sorgt dafür „in der Bahn“ zu bleiben; gibt uns die Chance neue bisher noch unbekannte Möglichkeiten für unsere eigene Weiterentwicklung zu erkennen und nutzen zu können. Bei der Inneren Stärke handelt es sich nicht um eine angeborene Charaktereigenschaft, die man sein eigen nennt oder eben nicht, sondern vielmehr um die Kombination von 3 verschiedenen Grundhaltungen und 4 verschiedenen Fähigkeiten, die diese Stärke ausmachen. Das Zusammenspiel dieser 7 Faktoren ist verantwortlich dafür, wie wir mit Belastungen, Veränderungen, Herausforderungen, Rückschlägen und Misserfolgen  im Leben umgehen. Inwieweit wir diesen gewachsen sind, sie annehmen oder auf der anderen Seite daran auch zerbrechen können. Die Psychologie fasst diese Faktoren unter dem Fachbegriff Resilienz zusammen. Erste Forschungen gehen bereits in die 50er Jahre zurück. Das Wort hängt mit dem Lateinischen „resiliere“, zurückspringen, zusammen und meint, dass wir zu einem gesunden Zustand zurückspringen können. Es handelt sich um die Kompetenz, Krisen durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für die eigene Entwicklungen zu nutzen.