Erkennen Sie rechtzeitig einen drohenden Burnout und bleiben Sie handlungsfähig!

IMG_2350Der Wandel gehört inzwischen zum Alltag. Wir sind permanent gefordert uns parallel auf 4 Gebieten zu verändern und neuen Bedingungen anzupassen. Dazu gehören einerseits das soziale Umfeld in Bezug auf Familie und unser Netzwerk, der Beruf sowie die körperliche Fitness, die unsere Stressresistenz und Lebenstüchtigkeit beeinflusst sowie der aktuelle Lebenssinn. Doch vielfach sind wir gar nicht dazu in der Lage auf all diesen Gebieten aktiv zu sein und uns den damit verbundenen Aufgaben bewusst zu stellen. Es fehlt an physischer und psychischer Kraft uns damit auseinander zu setzen, weil wir uns bereits in der „Abwärtsspirale“ befinden.

Beobachten Sie sich daher in regelmäßigen Abständen immer wieder selbst. Wenn Sie feststellen, dass mehrere der folgenden Punkte auf Sie zutreffen, dann wird es Zeit Inne zu halten und alleine oder mit professioneller Unterstützung diese Entwicklung mit entsprechenden Maßnahmen zu stoppen (s. hierzu „Work-Life Balance oder Autsch-Mein Hirn!“ vom November 2012 unter  http://www.talentculturecrew.de/inhalt-Publikationen-28-0.html). So erhalten Sie wieder Zugriff auf Ihre Ressourcen und können den Wandel aktiv mit gestalten, statt nur „Fähnchen im Wind“ und getrieben zu sein. Typische Warnzeichen:

  1. Sie bleiben überdurchschnittlich lange im Büro
  2. Sie machen keine Mittagspause
  3. Sie nehmen Arbeit mit nach Hause
  4. Sie fühlen sich müde und abgespannt  
  5. Die Fehler bei Ihren Aufgaben häufen sich
  6. Sie sind immer öfter unpünktlich und unzuverlässig
  7. Sie reagieren vermehrt aggressiv  
  8. Sie erkennen einen gewissen Zynismus in Ihren Äußerungen
  9. Sie ziehen sich mehr und mehr zurück
  10. Sie „nehmen“ jeden auch noch so kleinen Infekt mit
  11. Ohne eine gewisse Menge an Suchtmitteln wie Alkohol und Medikamente halten Sie das Ganze nicht mehr aus
Werbeanzeigen

Jobwechsel mit Sinn

IMG_2309„Carinne Solo hat den Mut zum radikalen Wechsel: Zwölf Jahre lang war sie Personalerin in einem französischen Unternehmen. Doch der Job, sagt sie, habe nicht zu ihr gepasst. Daher eröffnete sie in ihrer Heimatstadt ein kleines Hotel. Heute kann sie sich aussuchen, mit wem sie zusammenarbeitet, ihre Entscheidungen selbst treffen und das tun, was sie am Besten kann. Mit Freude und Elan widmet sie sich ihrer neuen Aufgabe. Unterstützt durch Familie und Nachbarn hat sie das Hotel eigenständig renoviert und zusätzlich noch eine Ausbildung in Gastronomie und Buchhaltung absolviert. Auch wenn sie heute mehr arbeitet, auf Cabrio und Fernreisen verzichtet, so ist sie wesentlich zufriedener (Quelle: Welt Kompakt, 11.01.13, S. 23)“.

Noch halten viele Menschen aus vermeintlicher Sicherheit und Bequemlichkeit heraus am alten Job fest. Führen über Jahre hinweg Tätigkeiten aus, die ihnen schlaflose Nächte und Magenschmerzen bereiten. Oftmals führen erst schwerwiegende psychische und körperliche Erkrankungen oder eine Kündigung zu einem radikalen Nachdenken und Umdenken. Ein „Weiter so wie bisher“  scheidet aus. Damit taucht die Frage auf, wie es beruflich weitergehen soll? Gut gemeinte Ratschläge von Familie und Freunden helfen nicht wirklich  weiter, wenn es darum geht das eigene Potential zu beleuchten und die besondere Gabe herauszufinden.

Mit Hilfe von professioneller Unterstützung wird es Ihnen gelingen ihre besonderen, einzigartigen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen zu ergründen. Herauszufinden welche Aufgabe Ihnen wieder Kraft gibt und Sie innerlich wie äußerlich strahlen lässt! Die es Ihnen ermöglicht ein glückliches, zufriedenes und sinnerfülltes Arbeitsleben zu führen.

Work-Life Balance oder Autsch-Mein Hirn!

IMG_2144_BVorbei sind die Zeiten, als die Arbeit noch Arbeit und Freizeit noch Freizeit war. Die Mittagspause noch eine Zeit zum Abschalten war und noch nicht für „Lunch und Learn“ genutzt wurde. Zweimal am Tag die Hauspost kam und das Piepen der Stechuhr den Feierabend einläutete. Eine völlig neue Arbeitswelt ist da in den letzten Jahren entstanden. Die Grenzen zwischen Arbeit und dem Rest des Lebens sind nahezu verschwunden. Damit verschwinden auch die zwischen Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung. Immer mehr Mitarbeiter sind nur noch für einige Stunden am Tag im Büro, arbeiten  zunehmend von unterwegs, zu Hause aus und auch nachts. Zeit für Freunde und Freizeit – immer öfter Fehlanzeige! „Im Jahr 2011 leisteten rund 40 Millionen deutsche Erwerbstätige mehr als eine Milliarde unbezahlte Überstunden“ (Die Zeit v. 22.10.12, S. 22).

Doch der engagierte Arbeitsansatz rund um die Uhr, die permanente Informationsaufnahme durch neue und digitale Medien führen zur Reizüberflutung in unserem Gehirn.  Ausgerechnet beim wichtigsten Organ wirkt sich die Belastung so schleichend aus, dass Betroffene zuerst gar nichts davon merken. Die Dauerbelastung, hervorgerufen durch die  erhöhte Ausschüttung von Cortisol und dem mit der Zeit gestörten Zusammenspiel mit dem Hypothalamus führt dazu, dass Nervenzellen im Gehirn beschädigt werden oder gänzlich absterben – und somit das Gedächtnis empfindlich verletzen. In gewissen Hirnbereichen schrumpft die Struktur, Verästelungen werden weniger und die Funktion für die Gedächtnisleistung wichtiger Bereiche wird beeinträchtigt. Darüber hinaus sind Auswirkungen auf den Hippocampus über die Forschung und bildgebende Verfahren bereits nachweisbar (vgl. Thomas Elbert, Uni Konstanz). So fließen im Hippocampus Informationen verschiedener sensorischer Systeme zusammen, die verarbeitet und von dort zum Cortex zurückgesandt werden. Damit ist der Hippocampus  enorm wichtig für die Gedächtniskonsolidierung, also die Überführung von Gedächtnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis. Der Hippocampus ist als zentrale Struktur zu sehen, die Erinnerungen generiert, während die Gedächtnisinhalte an verschiedenen anderen Stellen in der Großhirnrinde gespeichert werden. Er besitzt auch für die Koordinierung der verschiedenen Gedächtnisinhalte eine enorme Bedeutung. So kommt es bei Dauerbelastung zunächst zu Gedächtnisschwächen und Konzentrationsschwierigkeiten. Zunehmend wird die Gedächtnisleistung empfindlich gestört. Informationen können zwar gelesen, aber nicht mehr erinnert werden. Ein Teil des Hirns, der für Gedächtnisleistung zuständig ist, nimmt ab. Besser vernetzt werden hingegen jene Bereiche, die Furcht und Angst erzeugen, etwa die Kerne der Amygdala, und den Körper so in Alarmstimmung halten. Ein ernstzunehmender Risikofaktor für das eigene Leben und die Lebensqualität wird damit erschaffen.

Um dieser physiologischen Veränderung, Erschöpfung, Angstzuständen, Depressionen und dauerhaften Stressreaktionen entgegenzuwirken ist es essentiell, dass jeder Arbeitstätige für sich  ein gezieltes Ressourcenmanagement betreibt. Bauen Sie deshalb die folgenden 10 Gebote in Ihren Alltag ein, um dem schleichenden Veränderungsprozess im Kopf entgegen zu wirken.

  1. Machen Sie regelmäßig Pausen – unser Körper benötigt nach 90-120 Min Arbeit eine Pause. Ohne Pause sinkt die Leistung und Effizienz spürbar. Das kann ein kurzer Spaziergang oder nur 10 Min. Auszeit an der frischen Luft sein
  2. Entscheiden Sie, wann Sie erreichbar sind! – Den Druck rund um die Uhr per Smartphone erreichbar und jeden Tag alle Emails gelesen und beantwortet zu haben, machen wir uns selbst; gestützt durch eine „vermeintlich so tickende“ Unternehmenskultur. Kommunizieren Sie Ihre Erreichbarkeit und planen Sie auch ihre Freizeit wie einen Geschäftstermin fest ein, sozusagen als Verabredung mit sich selbst.
  3. Delegieren Sie Aufgaben, holen Sie sich Unterstützung – beziehen Sie Menschen und Mitarbeiter denen Sie vertrauen, deren Wissen und Kompetenz Sie schätzen, mit ein. Damit gewinnen Sie Zeit und entlasten sich.
  4. Lernen Sie, Nein zu sagen – Entwickeln Sie Ihre Fähigkeit Ihre Ressourcen richtig einzuschätzen und analysieren Sie regelmäßig Ihre Belastungen.
  5. Identifizieren Sie Ihre inneren Antreiber – finden Sie heraus welches der „5 Programme“ hauptsächlich bei Ihnen läuft. Mit Hilfe von Online-Verfahren oder auch dem Feedback von Ihnen nahestehenden Personen können Sie herausfinden, ob Sie primär auf dem „Sei perfekt- Sei schnell – Streng dich an – Mach’s allen recht oder dem Sei stark-Modus“ laufen. Stellen Sie dem dahinterliegenden Glaubenssatz einen für Sie passenden „Erlaubersatz“ gegenüber.
  6. Bleiben Sie in Bewegung – treiben Sie 2-3 mal pro Woche eine halbe Stunde moderaten Sport (kein zusätzliches Auspowern). Damit bauen Sie Stresshormone ab und lockern angespannte Muskelgruppen.
  7. Entspannen Sie sich – So sollten Kopfarbeiter durch Körperarbeit und Körperarbeiter durch Kopfarbeit für Abwechslung und Ausgleich sorgen. Tun Sie etwas, was Ihnen Spaß und Freude bereitet. Tai Chi, MBSR und Autogenes Training sind z.B. sehr geeignet, aber auch das „Werkeln“ im Garten oder auf dem Balkon ist Erholung für den Kopf und damit den Körper.
  8. Essen für Leib und Seele – Wählen Sie Nahrungsmittel, die Ihnen Kraft spenden. Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Schlüssel für Ihre Leistungsfähigkeit. Achten Sie darauf regelmäßig etwas zu essen, frisches Obst und Gemüse in Ihren Speiseplan einzubauen und viel Wasser oder Tee zu trinken.
  9. Hören Sie auf Ihre innere Uhr – Respektieren Sie Ihren eigenen Biorhythmus. Welcher Typ sind Sie? Eher Lerche oder Eule? Versuchen Sie, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten, Ihren persönlichen Rhythmus zu berücksichtigen und planen Sie Ihren Tag dementsprechend.
  10. Nehmen Sie sich jeden Tag etwas Schönes vor! – Überlegen Sie sich am Morgen, worauf Sie sich heute freuen, mit welcher Kleinigkeit Sie sich selbst verwöhnen möchten. Lassen Sie den Tag abends Revue passieren und finden Sie die positiven Erlebnisse, Begegnungen heraus. Pflegen Sie dabei auch Ihre Sozialkontakte.

… und falls die Überlastung zum Normalzustand geworden ist, ziehen Sie die Reisleine! Nehmen Sie Warnsignale wie häufige Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Schmerzen ernst.

Mehr zum Thema „Selbstmanagement von Belastungen“ mit Angeboten und „Werkzeugen“ unter http://www.talentculturecrew.net

Selbstmanagement: Mit Eigenverantwortung zum Erfolg

SelbstmanagementArbeit und Leistung stehen für viele Menschen im Zentrum ihres Lebens. Eine sinnerfüllte und erfolgreiche Arbeit trägt zum Wohlbefinden bei. Doch die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt führen zu  immer größeren Belastungen. Mehr und mehr Arbeitstätige spüren, dass sie den  enormen Druck und den eigenen Leistungsansprüchen nicht dauerhaft auf diesem Niveau halten bzw. aushalten können. Dadurch geraten insbesondere Leistungsträger häufiger an ihre körperlichen und psychischen Grenzen. Die permanenten Veränderungen, Neuanforderungen, steigender Zeit- und Termindruck, ständige Erreichbarkeit, „offene“ Arbeitszeiten und die zunehmende Unvereinbarkeit zwischen Beruf und Privatleben fordern uns täglich.

Neben diesen äußeren Belastungsfaktoren tragen auch persönliche Einstellungen und Verhaltensweisen zur Überforderung bei. Dazu zählen beispielsweise hohe Ideale, die Bereitschaft zur Verausgabung, Selbstausbeutung, Perfektionismus, das Streben sich zu beweisen und die Missachtung der eigenen Grenzen. Selbstmanagement und die Pflege des eigenen Energiehaushaltes haben wir weder in der Schule, noch im Studium, noch bei unseren bisherigen Arbeitgebern gelernt. In der Vergangenheit hat unser natürliches Selbstverständnis ausgereicht, um im Arbeitsalltag klarzukommen, doch durch die neue Komplexität sind zusätzliche Anforderungen entstanden. Damit wir mit dieser veränderten Situation angemessen umgehen zu können, benötigen wir gezielte Werkzeuge und ein bewusstes Management unserer eigenen Person.

Wer heute gesund bleiben will, muss sich selbst gut kennen und steuern können. Ein gutes Verständnis vom Zusammenspiel der inneren Ressourcen ist ebenso wichtig wie das Wissen und Erkennen, um die eigenen Grenzen. Es ist essentiell zu erkennen, wann viel einfach zu viel ist. In diesem Bereich sind wir für uns selbst verantwortlich, diese Eigenverantwortung ist nicht delegierbar. Wir sind gefordert, nicht nur aufgrund einer 7/24 Erreichbarkeit, uns selbst zu führen und Eigenmanagement zu betreiben. Den 9 to 5-Job mit Stechuhr, festgelegter Mittagspause und Hauspost gibt es schon lange nicht mehr. Das bedeutet, sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Die wenigsten von uns sind mit der persönlicher Reflexion und Innenschau betraut. Sie werden von Terminen, die sie sich selbst und andere auferlegt haben, wie Schafe getrieben. Unsere Empfindungen zu erkennen und auch Kund zu tun, ist für uns fremd. Doch um adäquat und erfolgreich handeln zu können, die psychische und seelische Gesundheit bei sich selbst sicher zu stellen, ist es notwendig sich mit Grenzsituationen in einem entspannten Zustand auseinander zu setzen. Nur so können die notwendigen Ressourcen identifiziert, Grenzen rechtzeitig erkannt und im Ernstfall aktiviert werden.

Es gilt die Regie für das eigene Leben zu übernehmen und Antworten auf folgende Fragen zu finden:

  • Wo liegen Ihre eigenen Belastungsgrenzen?
  • Wie können Sie erfolgreich mit hohen Ansprüchen an sich selbst umgehen?
  • Wie schaffen Sie Freiraum für ihr Leben und Ihir Bedürfnisse?
  • Wie gelingt es Ihnen emotional ausgeglichen zu sein?
  • Was können Sie in belastenden Momenten tun, damit es Ihnen unmittelbar wieder besser geht?

Erfolgreiche Menschen sind gute Selbstmanager. Sie gehen planvoll mit ihren Potenzialen und Ressourcen um und betreiben so gezielt „Lebensqualität-Versicherung“. Bauen Sie Kompetenz für ihre eigene Lebensgestaltung auf. Gerne unterstützen wir Sie auf individueller Ebene oder auch im Team Antworten auf diese Fragen zu finden. www.talentculturecrew.net bzw. http://www.talentculturecrew.de/inhalt-Sie_sehnen_sich_nach_einem_Rahmen_im_Arbeitsalltag_der_Sie_konstruktiv_und_energiegeladen_taetig_sein_laesst-42-0.html

Verlust von Lebensqualität – Studie „Stressmanagement und Burnout-Prävention“

Burnout und stressbedingte Erkrankungen sind seit dem Jahr 2000 massiv auf dem Vormarsch. Dies bedeutet für die Betroffenen erhebliche Einschränkungen von Gesundheit und Lebensqualität. Die Folgen reichen bis hin zu Depression und Suizid. Inzwischen ist das Thema ein massiver Wirtschaftsfaktor.

Aufgrund der Tragweite des Themas „Burnout“ hat Talent Culture Crew in Zusammenarbeit mit einer studentischen Projektgruppe des Fachbereichs Wirtschaftspsychologie der Hochschule Fresenius München eine Studie zum Thema „Stressmanagement & Burnout-Prävention“ zu Beginn des Jahres 2012 durchgeführt.

Die repräsentative Studie liefert Antworten über das individuelle Erleben von Stress am Arbeitsplatz anhand folgender Themenfelder:
* Wie häufig fühlen sich Mitarbeiter innerhalb einer Arbeitswoche gestresst?
* Was sind die stresserzeugenden Faktoren am Arbeitsplatz?
* Wie haben sich die als belastend erlebten Faktoren in den letzten 5 Jahren verändert?
* Welche Auswirkungen haben die Belastungsfaktoren auf der körperlichen Ebene?
* Mit welchen Maßnahmen versuchen Arbeitnehmer von sich aus gegenzulenken?
* Welche unterstützenden Angebote erwarten sie von ihrem Arbeitgeber zum Abbau von Stress und zur Erhaltung ihrer Arbeitsfähigkeit?

Die Darstellung der zentralen Ergebnisse finden Sie unter http://www.talentculturecrew.de/ftp/pdf/Pressemitteilung_September_2012.pdf . Gerne stellen wir auf Wunsch auch die detaillierten Ergebnisse sowie Handlungsempfehlungen zur Verfügung. Kontakt: http://www.talentculturecrew.net

Digitale Sommerdiät – Erholung von der täglichen Online- Dosis

Digitale Demenz zeigt sich bereits bei jungen Erwachsenen. Ärzte in Südkorea haben vermehrte Gedächtnisstörungen, verbunden mit emotionaler Abstumpfung – hervorgerufen durch exzessive digitale Mediennutzung diagnostiziert.

Der digitale Dauerbeschuss, dem bereits auch schon Kinder ausgesetzt sind, führt damit zu ersten nachweisbaren medizinisch-psychologischen Verhaltens- und Erlebensänderungen. So erhalten bereits Teenager im Durchschnitt pro Monat 3.417 Textnachrichten. Der Spiegel spricht in seiner Juli-Ausgabe (27/12) von einer „Versklavung“ durch Handy‘s und Smartphones und einer permanenten kognitiven Überforderung des menschlichen Gehirns. Für Wissenschaftler auf dem Gebiet ist das Smartphone das „Sklavenhalsband des 21. Jahrhunderts“. Es stellt sich daher die Frage: „Müssen wir wirklich 24/7 erreichbar sein? Ist es erforderlich noch kurz vor dem Schlafengehen E-Mails zu checken?“

Immer mehr Menschen treibt das Tempo und die permanente Gleichzeitigkeit der Ereignisse zur totalen Erschöpfung. Durch das Nicht-setzen von Grenzen tragen insbesondere nach Perfektion strebende Arbeitende dazu bei in die „Falle“ der Überforderung zu tappen. Kommunikation ist wichtig, doch wie wir Sie nutzen, sollten wir noch selbst entscheiden.

Nutzen Sie die Urlaubszeit für eine digitale Sommerdiät, beginnen Sie wieder bewusst die Natur und die Menschen um Sie herum wahrzunehmen und wertzuschätzen. Was wirklich wichtig ist, wird Ihnen sicher anderweitig zugetragen. Beugen Sie so Ihrer eigenen möglichen digitalen Demenz vor. Genießen Sie Ihre wiedergewonnene Freiheit!