So geht „Karriere“ in Zukunft

IMG_2579Das Buch geht von den veränderten Rahmenbedingungen von Menschen im Arbeitsleben aus. Berufspfade verlaufen heute bedingt durch wirtschaftliche Instabilität und flache Hierarchien nur noch in den seltensten Fällen linear in eine Richtung. Die Autorin verdeutlicht, dass heute jeder für sich selbst gefordert ist seine berufliche Laufbahnentwicklung proaktiv und eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Deshalb empfiehlt Sie schon vor einem möglichen beruflichen Stillstand vorausschauend zu handeln,  statt wie in der Vergangenheit üblich abzuwarten, ob vom Unternehmen eine höherwertige Position angeboten wird. Der Leser erhält eine neue Sichtweise auf das Thema. Berufliche Neuausrichtungen, das Bewältigen von unterschiedlichen laufbahnbezogenen Herausforderungen und der flexible Umgang mit wechselnden Bedingungen werden in Zukunft immer mehr die Regel als die Ausnahme sein. Darauf bereitet Frau Gasteiger in Ihrem Buch mit konkreten Maßnahmen und Methoden in hervorragender Weise vor.

Der Leser bekommt einen fundierten und ausführlichen Überblick über die unterschiedlichen Ansätze und Modell zur Laufbahnentwicklung. Das Buch verdeutlicht über welche Aspekte sich Personalabteilungen und Mitarbeiter hinsichtlich der gezielten Gestaltung individueller Laufbahnen in Zukunft im Klaren sein sollten. Die sehr gut dargestellten Techniken regen zur aktiven Umsetzung in der Laufbahngestaltung und -beratung an.

Wie Laufbahnmanagement derzeit von verschiedenen Institutionen und namhaften Beratungen betrieben wird, auch darüber gewinnt  der Leser einen fundierten Einblick im Rahmen der Praxisbeispiele. Dabei werden sowohl klassische Ansätze wie auch innovative Herangehensweise dargestellt.

Die Checklisten am Ende des Buches sind die ideale Vorbereitung zum Führen von Entwicklungsgesprächen und der Auswahl eines Laufbahnberaters.

Rosina Gasteiger versteht es Begeisterung für eine gezielte lebenslange und lebensbegleitende Laufbahnentwicklung zu schaffen. Ich empfehle den Band für Unternehmen, die ein ernsthaftes und langfristig orientiertes Talent Management betreiben wollen ebenso wie für Laufbahnberater und vorausplanende Angestellte aller Hierarchie-Ebenen, die ihre „Karriere“ nicht dem Zufall überlassen wollen. Hier geht’s zum Buch…
http://www.hogrefe.de/programm/laufbahnentwicklung-und-beratung.html?catId=4 oder
http://www.amazon.de/Laufbahnentwicklung–beratung-Berufliche-Entwicklung-begleiten/dp/3801720861/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1391433537&sr=1-1&keywords=laufbahnentwicklung+und+beratung

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Jobwechsel mit Sinn

IMG_2309„Carinne Solo hat den Mut zum radikalen Wechsel: Zwölf Jahre lang war sie Personalerin in einem französischen Unternehmen. Doch der Job, sagt sie, habe nicht zu ihr gepasst. Daher eröffnete sie in ihrer Heimatstadt ein kleines Hotel. Heute kann sie sich aussuchen, mit wem sie zusammenarbeitet, ihre Entscheidungen selbst treffen und das tun, was sie am Besten kann. Mit Freude und Elan widmet sie sich ihrer neuen Aufgabe. Unterstützt durch Familie und Nachbarn hat sie das Hotel eigenständig renoviert und zusätzlich noch eine Ausbildung in Gastronomie und Buchhaltung absolviert. Auch wenn sie heute mehr arbeitet, auf Cabrio und Fernreisen verzichtet, so ist sie wesentlich zufriedener (Quelle: Welt Kompakt, 11.01.13, S. 23)“.

Noch halten viele Menschen aus vermeintlicher Sicherheit und Bequemlichkeit heraus am alten Job fest. Führen über Jahre hinweg Tätigkeiten aus, die ihnen schlaflose Nächte und Magenschmerzen bereiten. Oftmals führen erst schwerwiegende psychische und körperliche Erkrankungen oder eine Kündigung zu einem radikalen Nachdenken und Umdenken. Ein „Weiter so wie bisher“  scheidet aus. Damit taucht die Frage auf, wie es beruflich weitergehen soll? Gut gemeinte Ratschläge von Familie und Freunden helfen nicht wirklich  weiter, wenn es darum geht das eigene Potential zu beleuchten und die besondere Gabe herauszufinden.

Mit Hilfe von professioneller Unterstützung wird es Ihnen gelingen ihre besonderen, einzigartigen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen zu ergründen. Herauszufinden welche Aufgabe Ihnen wieder Kraft gibt und Sie innerlich wie äußerlich strahlen lässt! Die es Ihnen ermöglicht ein glückliches, zufriedenes und sinnerfülltes Arbeitsleben zu führen.

Work-Life Balance oder Autsch-Mein Hirn!

IMG_2144_BVorbei sind die Zeiten, als die Arbeit noch Arbeit und Freizeit noch Freizeit war. Die Mittagspause noch eine Zeit zum Abschalten war und noch nicht für „Lunch und Learn“ genutzt wurde. Zweimal am Tag die Hauspost kam und das Piepen der Stechuhr den Feierabend einläutete. Eine völlig neue Arbeitswelt ist da in den letzten Jahren entstanden. Die Grenzen zwischen Arbeit und dem Rest des Lebens sind nahezu verschwunden. Damit verschwinden auch die zwischen Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung. Immer mehr Mitarbeiter sind nur noch für einige Stunden am Tag im Büro, arbeiten  zunehmend von unterwegs, zu Hause aus und auch nachts. Zeit für Freunde und Freizeit – immer öfter Fehlanzeige! „Im Jahr 2011 leisteten rund 40 Millionen deutsche Erwerbstätige mehr als eine Milliarde unbezahlte Überstunden“ (Die Zeit v. 22.10.12, S. 22).

Doch der engagierte Arbeitsansatz rund um die Uhr, die permanente Informationsaufnahme durch neue und digitale Medien führen zur Reizüberflutung in unserem Gehirn.  Ausgerechnet beim wichtigsten Organ wirkt sich die Belastung so schleichend aus, dass Betroffene zuerst gar nichts davon merken. Die Dauerbelastung, hervorgerufen durch die  erhöhte Ausschüttung von Cortisol und dem mit der Zeit gestörten Zusammenspiel mit dem Hypothalamus führt dazu, dass Nervenzellen im Gehirn beschädigt werden oder gänzlich absterben – und somit das Gedächtnis empfindlich verletzen. In gewissen Hirnbereichen schrumpft die Struktur, Verästelungen werden weniger und die Funktion für die Gedächtnisleistung wichtiger Bereiche wird beeinträchtigt. Darüber hinaus sind Auswirkungen auf den Hippocampus über die Forschung und bildgebende Verfahren bereits nachweisbar (vgl. Thomas Elbert, Uni Konstanz). So fließen im Hippocampus Informationen verschiedener sensorischer Systeme zusammen, die verarbeitet und von dort zum Cortex zurückgesandt werden. Damit ist der Hippocampus  enorm wichtig für die Gedächtniskonsolidierung, also die Überführung von Gedächtnisinhalten aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis. Der Hippocampus ist als zentrale Struktur zu sehen, die Erinnerungen generiert, während die Gedächtnisinhalte an verschiedenen anderen Stellen in der Großhirnrinde gespeichert werden. Er besitzt auch für die Koordinierung der verschiedenen Gedächtnisinhalte eine enorme Bedeutung. So kommt es bei Dauerbelastung zunächst zu Gedächtnisschwächen und Konzentrationsschwierigkeiten. Zunehmend wird die Gedächtnisleistung empfindlich gestört. Informationen können zwar gelesen, aber nicht mehr erinnert werden. Ein Teil des Hirns, der für Gedächtnisleistung zuständig ist, nimmt ab. Besser vernetzt werden hingegen jene Bereiche, die Furcht und Angst erzeugen, etwa die Kerne der Amygdala, und den Körper so in Alarmstimmung halten. Ein ernstzunehmender Risikofaktor für das eigene Leben und die Lebensqualität wird damit erschaffen.

Um dieser physiologischen Veränderung, Erschöpfung, Angstzuständen, Depressionen und dauerhaften Stressreaktionen entgegenzuwirken ist es essentiell, dass jeder Arbeitstätige für sich  ein gezieltes Ressourcenmanagement betreibt. Bauen Sie deshalb die folgenden 10 Gebote in Ihren Alltag ein, um dem schleichenden Veränderungsprozess im Kopf entgegen zu wirken.

  1. Machen Sie regelmäßig Pausen – unser Körper benötigt nach 90-120 Min Arbeit eine Pause. Ohne Pause sinkt die Leistung und Effizienz spürbar. Das kann ein kurzer Spaziergang oder nur 10 Min. Auszeit an der frischen Luft sein
  2. Entscheiden Sie, wann Sie erreichbar sind! – Den Druck rund um die Uhr per Smartphone erreichbar und jeden Tag alle Emails gelesen und beantwortet zu haben, machen wir uns selbst; gestützt durch eine „vermeintlich so tickende“ Unternehmenskultur. Kommunizieren Sie Ihre Erreichbarkeit und planen Sie auch ihre Freizeit wie einen Geschäftstermin fest ein, sozusagen als Verabredung mit sich selbst.
  3. Delegieren Sie Aufgaben, holen Sie sich Unterstützung – beziehen Sie Menschen und Mitarbeiter denen Sie vertrauen, deren Wissen und Kompetenz Sie schätzen, mit ein. Damit gewinnen Sie Zeit und entlasten sich.
  4. Lernen Sie, Nein zu sagen – Entwickeln Sie Ihre Fähigkeit Ihre Ressourcen richtig einzuschätzen und analysieren Sie regelmäßig Ihre Belastungen.
  5. Identifizieren Sie Ihre inneren Antreiber – finden Sie heraus welches der „5 Programme“ hauptsächlich bei Ihnen läuft. Mit Hilfe von Online-Verfahren oder auch dem Feedback von Ihnen nahestehenden Personen können Sie herausfinden, ob Sie primär auf dem „Sei perfekt- Sei schnell – Streng dich an – Mach’s allen recht oder dem Sei stark-Modus“ laufen. Stellen Sie dem dahinterliegenden Glaubenssatz einen für Sie passenden „Erlaubersatz“ gegenüber.
  6. Bleiben Sie in Bewegung – treiben Sie 2-3 mal pro Woche eine halbe Stunde moderaten Sport (kein zusätzliches Auspowern). Damit bauen Sie Stresshormone ab und lockern angespannte Muskelgruppen.
  7. Entspannen Sie sich – So sollten Kopfarbeiter durch Körperarbeit und Körperarbeiter durch Kopfarbeit für Abwechslung und Ausgleich sorgen. Tun Sie etwas, was Ihnen Spaß und Freude bereitet. Tai Chi, MBSR und Autogenes Training sind z.B. sehr geeignet, aber auch das „Werkeln“ im Garten oder auf dem Balkon ist Erholung für den Kopf und damit den Körper.
  8. Essen für Leib und Seele – Wählen Sie Nahrungsmittel, die Ihnen Kraft spenden. Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Schlüssel für Ihre Leistungsfähigkeit. Achten Sie darauf regelmäßig etwas zu essen, frisches Obst und Gemüse in Ihren Speiseplan einzubauen und viel Wasser oder Tee zu trinken.
  9. Hören Sie auf Ihre innere Uhr – Respektieren Sie Ihren eigenen Biorhythmus. Welcher Typ sind Sie? Eher Lerche oder Eule? Versuchen Sie, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten, Ihren persönlichen Rhythmus zu berücksichtigen und planen Sie Ihren Tag dementsprechend.
  10. Nehmen Sie sich jeden Tag etwas Schönes vor! – Überlegen Sie sich am Morgen, worauf Sie sich heute freuen, mit welcher Kleinigkeit Sie sich selbst verwöhnen möchten. Lassen Sie den Tag abends Revue passieren und finden Sie die positiven Erlebnisse, Begegnungen heraus. Pflegen Sie dabei auch Ihre Sozialkontakte.

… und falls die Überlastung zum Normalzustand geworden ist, ziehen Sie die Reisleine! Nehmen Sie Warnsignale wie häufige Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Schmerzen ernst.

Mehr zum Thema „Selbstmanagement von Belastungen“ mit Angeboten und „Werkzeugen“ unter http://www.talentculturecrew.net